Jeder Board-Typ ist für eine bestimmte Wellenrange und einen eigenen Stil gemacht. Dieser visuelle Guide hilft dir zu verstehen, was jeder Shape kann und wann du ihn wählen solltest. Wenn du noch nicht weißt, wo du anfangen sollst, lies am besten zuerst diesen Artikel.
Shortboard
Das „moderne“ Contest-Board. Je nach Surfer zwischen 5'8" und 6'4" lang. Wenig Volumen (typischerweise 25–35 Liter), spitze Outline, schmale Nose und ausgeprägter Rocker (Krümmung), damit es leicht in hohle Wellen reingeht und radikale Turns erlaubt.
Für welche Wellen: ab 1 m aufwärts, mit klarer Wand. In kleinen oder kraftlosen Wellen funktioniert es nicht.
Für welches Level: obere Mittelstufe und Fortgeschrittene. Kein gutes Board zum Lernen.
Fish
Stammt aus den 70ern. Breit, kurz (5'4"–6'2"), mit offenem „Fischschwanz“-Tail und viel Volumen für seine Länge. Schnell und verspielt in kleinen, kraftlosen Wellen.
Für welche Wellen: 0,5 m bis 1,5 m, meist schwach, langsam oder ohne viel Wand. Im Sommer an Weißwasser-Spots ist es in seinem Element.
Für welches Level: ab Mittelstufe. Kann nach dem Mini-Malibu ein erstes „ernsthaftes“ Board sein.
Viele europäische Shaper wie Polen oder Honey haben hervorragende Fishes zu fairen Preisen.
Funboard und Mini-Malibu
Breite Boards von 7'0" bis 8'0" mit viel Volumen. Das „Mini-Malibu“ ist im Grunde ein Funboard mit runderer Nose, ähnlich wie beim Longboard, aber kürzer.
Für welche Wellen: fast jede kleine bis mittlere Welle. Besonders stark in schwachen Wellen unter 1,2 m.
Für welches Level: Anfänger und Mittelstufe. Das perfekte Übergangsboard.
Longboard
Von 8'6" bis 10'0", sehr breit und mit viel Volumen. Es gibt zwei große Familien: den Noserider (klassisch, zum Laufen bis zur Nose) und das High-Performance-Longboard (schlanker, für Turns).
Für welche Wellen: kleine (0,5–1,5 m), langsame und lange Wellen. Der typische Beachbreak an der kantabrischen Küste im Sommer.
Für welches Level: alle. Es ist das Board, mit dem man am leichtesten paddelt und Wellen erwischt – und in seiner klassischen Version zugleich das technisch anspruchsvollste.
Mid-Length
Boards zwischen 7'0" und 8'0", schlanker als ein Funboard, mit „Egg“-Outline oder klassischem Single-Fin-Shape. Der Shape, der in Europa in den letzten Jahren am stärksten wächst.
Für welche Wellen: eine sehr große Range, von 0,8 bis 2 m mit mittlerer Wand. Ideal als „ein Board für fast alles“.
Für welches Level: ab Mittelstufe. Wenn du nur ein einziges Board haben dürftest, wäre es wahrscheinlich dieses.
Gun
Lange (6'8"–10'0"), schmale und spitze Boards, ausschließlich für große Wellen (3 m und mehr) gebaut. In Europa ergeben sie nur an großen Tagen in Mundaka, Nazaré, Belharra … Sinn.
Für welche Wellen: ab 3 m aufwärts.
Für welches Level: Fortgeschrittene mit Big-Wave-Erfahrung.
Die Wahl nach Wellen und Level
Wenn du gerade anfängst und dein Spot den Großteil des Jahres kleine Wellen hat, sind ein Mini-Malibu oder ein Longboard eine sichere Wahl. Wenn du schon etwas Level hast und ein vielseitiges Board willst, erweitern ein Fish oder ein Mid-Length die Zahl der Tage, an denen du rausgehen kannst. Das Shortboard kommt, wenn du eine solide Basis hast und regelmäßig Wellen mit Wand bekommst.
Der beste Rat: Sprich mit einem lokalen Shaper. Das spart dir Geld und Monate voller Frust.